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Trampolin – für wen ist dieses Sportgerät nicht geeignet?

TrampolineEs dürfte außer Frage stehen, dass das Springen auf dem Trampolin Spaß macht. Schon Kinder aller Altersklassen lieben es einfach, darauf nach Lust und Laune zu springen. So bereitet der Sprung auf dem Trampolin nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für ein lustiges Kribbeln im Bauch und hilft dabei die Welt um sich herum zu vergessen. War das Trampolin im Haus oder Garten lange dem Nachwuchs vorbehalten und wurde nur selten von Erwachsenen genutzt, hat sich hier in den vergangenen Jahren ein regelrechter Wandel eingestellt. Das Trampolin ist zum Trend-Fitnessgerät schlechthin geworden. Es ist vielseitig nutzbar und lässt sich hervorragend für das tägliche Workout nutzen. Mit dem Trampolin verbrennen Sie beim täglichen Workout nicht nur unheimlich viele Kalorien, Sie trainieren auch die verschiedensten Muskelgruppen und tun ganz nebenbei Ihrer Balance noch etwas Gutes. Doch so beliebt und vielseitig wie das Trampolin auch ist – es hat einfach auch Schattenseiten, denn längst nicht für jeden ist dieses Fitnessgerät wirklich geeignet.

Trampolin wird als Sportgerät unterschätzt

Trampolin - für wen ist dieses Sportgerät nicht geeignet?Schauen wir heute in Deutschlands Familiengärten, sehen wir das Trampolin im Grunde in allen erdenklichen Größen und Ausstattungsvarianten. Doch viele Eltern unterschätzen die Gefahren, denn viel zu oft wird das Trampolin als Spielgerät angesehen. Dabei muss klar gesagt werden: Bei dem Trampolin handelt es sich um ein Sportgerät. Daher ist es auch wichtig, dass es mit Besonnenheit, Weitsicht und sicherlich auch einem gewissen Maß an Vorsicht genutzt wird. Gerade für Kinder, die sich im Wachstum befinden, ist das Trampolin eine Gefahr. Immer wieder ereignen sich bundesweit schwere Unfälle, die Muskeln, Gelenke, nicht zuletzt aber auch Knochen belasten und schädigen können.

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So zeigte eine Studie der DGOU, der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, dass die Zahl der Trampolinunfälle deutschlandweit enorm gestiegen ist. Jährlich legte die Unfallstatistik zwischen 2010 und 2015 um circa 3 Prozent zu. Über die Jahre hinweg hat sich also die Zahl der Unfälle dramatisch gesteigert. Das bekommen insbesondere die Kliniken in Deutschland zu spüren, die meistens mit den Trampolinunfällen konfrontiert werden. Dabei sind die Verletzungen ganz unterschiedlich, müssen häufig aber mit einer Operation behandelt werden. Besonders oft sind übrigens Jugendliche von schweren Verletzungen betroffen, denn Sie sind einfach waghalsiger unterwegs. Gerade bei Saltos verschätzen sich viele Jugendliche und ziehen sich dann Verletzungen am Unterarm oder auch an den Halswirbeln zu. Diese können auch mit einer Querschnittslähmung enden. Doch das Trampolinspringen hat auch viele positive Seiten.

Trampolinspringen spricht hunderte Muskeln an

Vor allem in den Großstädten gibt es mittlerweile Kurse, die voll und ganz auf das Trampolinspringen bei Erwachsenen ausgerichtet sind. Die Möglichkeiten sind vielseitig und die Trainingsprogramme bunt. Darüber hinaus tut der Sport dem Körper und der Psyche gleichermaßen gut.

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Lassen Sie uns zunächst also auf die vielen positiven Facetten eingehen, die das Trampolin als Sportgerät mit sich bringt:

  • Muskeltraining auf hohem Niveau: Mit dem Trampolin entscheiden Sie sich für ein vielseitiges und sehr anspruchsvolles Muskeltraining. Wenn Sie springen, muss Ihr Körper dafür ganze 400 Muskeln einsetzen.
  • Training für Herz und Kreislauf: Doch nicht nur die Muskulatur profitiert vom Trampolintraining. Auch Herz und Kreislauf können Sie damit positiv beeinflussen und in ihrer Gesunderhaltung unterstützen. Beidem wird beim Trampolinspringen viel abverlangt.
  • Effizienz: Ein weiterer Punkt, der ohne Zweifel für das Trampolinspringen spricht, ist die Effizienz. Auch diese ist enorm. 10 Minuten Trampolinspringen verlangen Ihrem Körper genauso viel ab wie 30 Minuten Joggen.
  • Spaß: Seien wir mal ehrlich: Gibt es eine Sportart, die mehr Spaß macht, als das Trampolinspringen. Kaum, gerade für die Psyche ist diese Sportart echter Luxus und bietet unheimlich viele Möglichkeiten.
  • Balance: Beim Trampolinspringen wird außerdem die Balance geschult. Es fordert von unserem Gleichgewichtssinn einiges ab, auf dem Trampolin zu stehen und zu springen, ohne dabei umzufallen. Wer also Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht hat, kann diesen mit dem Trampolintraining entgegenwirken.

Nicht für jeden ist das Trampolin geeignet

Trampolinspringen macht Spaß und hält uns darüber hinaus fit. Doch Sportwissenschaftler warnen: Trampolinspringen ist nicht jedermanns Sport. Es gibt hier aufgrund der enormen Belastung durchaus Unterschiede, an die Sie denken sollten. Aufgrund der enormen Frequenzen, mit denen hier gearbeitet wird, eignet sich Trampolinspringen keineswegs für jeden. Die Gelenke werden beim Springen stark beansprucht.

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Tipp: Diejenigen, die also Gelenkbeschwerden und Schmerzen haben, sollten genau überlegen, ob Sie sich auf ein Trampolin trauen.

Personen bzw. Personengruppen, die das Trampolin lieber meiden sollten, sind:

Zielgruppe Hinweise
Schwangere In der Schwangerschaft sollten Sie auf das Trampolinspringen verzichten. Durch die Schwangerschaft werden Herz und Kreislauf stark beansprucht. Ob Sie einem solchen intensiven Training noch gewachsen sind, sollte wenn überhaupt nur mit Absprache eines Arztes erfolgen.
Personen mit Rückenproblemen und Wirbelsäulenschäden Beim Springen auf dem Trampolin wird auch der Rücken enorm beansprucht. Daher ist es wichtig, dass dieser intakt ist. Haben Sie Verletzungen am Rücken oder Wirbelsäulenschäden sollten Sie darauf verzichten, auf dem Trampolin zu springen.
Verletzungen in Knie und Fuß Wenn wir springen, werden insbesondere Knie und Fuß enorm beansprucht. Es ist wichtig, dass diese Gelenke bzw. Körperteile gesund sind. Haben Sie schon einmal Bänderverletzungen im Knie gehabt oder ist das Fußgelenk geschädigt, sehen Sie unbedingt davon ab, auf dem Trampolin zu trainieren. Die Belastung ist für die Gelenke einfach zu groß.
Kleinkinder Auch wenn sie die Trampoline eher zum Spielen als zum Trainieren nutzen, muss an dieser Stelle einfach noch einmal betont werden: Kleinkinder gehören nicht auf ein Trampolin. Gelenke und Knochen sind hier noch nicht ausgereift und sehr weich. Deswegen passiert es hier oft, dass die Knochen bei Sprüngen brechen oder Bänder reißen. Bleiben diese Verletzungen unbemerkt, können Sie langfristig Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

TIPP: Von Eltern wird die Gefahr des Trampolinspringens meistens unterschätzt. Gerade die Kräfte, die beim Springen herrschen, werden gern vergessen. Zudem haben Trampoline einen Katapulteffekt und dieser kann wiederum dazu führen, dass noch stärkere Kräfte auf die kindlichen Körper wirken.

Trampolin bei einem Bandscheibenvorfall?

Vom Bandscheibenvorfall sind jedes Jahr zahlreiche Männer und Frauen betroffen. Wer einmal einen Bandscheibenvorfall hatte, sucht oftmals nach Möglichkeiten, um das in Zukunft zu vermeiden. Oftmals hilft hier nur ein konsequentes Sportprogramm mit intensivem Training. Damit dieses auch Spaß macht, denken viele über das Trampolinspringen nach. Doch darf man nach einem Bandscheibenvorfall überhaupt auf das Trampolin? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen. Grundsätzlich gilt: Fragen Sie bei jeder Unsicherheit den Arzt und sprechen Sie das Training eventuell mit ihm ab. Ob Sie nämlich wirklich nach einem Bandscheibenvorfall auf das Trampolin dürfen, hängt unter anderem davon ab, wie gravierend dieser war und wie gut er verheilt ist.

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Grundsätzlich betonen Mediziner aber immer wieder gern, dass gerade ein Minitrampolin durchaus für ein gelenk- und rückenschonendes Training genutzt werden kann. Durch ein sanftes Training können Sie hier die Muskulatur steigern. Dabei müssen Sie auf einem Minitrampolin nicht unbedingt springen. Sie können damit auch anderweitig trainieren. Leichtes Hüpfen und Wippen schaffen hier Abhilfe. Dabei trainieren Sie mit dem sanften Wippen auf dem Trampolin Sehnen, fördern aber auch eine Gesunderhaltung der Bänder und Gelenke. Ein Minitrampolin kann bei einem Bandscheibenvorfall verschieden angewendet werden. So bietet es sich sowohl im Rahmen der Therapie an, sollte dann aber immer beaufsichtigt werden, kann aber auch bei der Gesunderhaltung einen wichtigen Beitrag leisten.

Vor allem die ganzheitliche Wirkung des Trampolins spricht dafür, dieses nach einem Bandscheibenvorfall als Therapiemittel einzusetzen. Der extreme Kalorienverbrauch, der beim Springen erreicht wird, unterstützt Sie dabei Ihr Gewicht zu reduzieren und hilft demnach auch die Beschwerden nach einem Bandscheibenvorfall zu lindern.

Das Trampolin sorgt für Glückshormone

Wertvoll ist das Trampolinspringen bei weitem nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist. Wenn wir springen, werden Glückshormone freigeschüttet. Wir trainieren also mit vielmehr Freude und unbeschwerter als es bei vielen anderen Sportarten der Fall ist. Wer also zu Traurigkeit oder gar zu Depressionen neigt, findet in dem Trampolin einen treuen Partner. Die ausgeschütteten Glückshormone helfen dabei, solche Phasen zu überwinden.

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Trampolinspringen macht Freude, ganz egal ob allein oder gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden. Für Ihren Körper ist es aber wichtig, dass Sie sich ebenso den Gefahren bewusst sind und nicht auf Teufel komm raus trainieren. Ein Punkt, der gern in Vergessenheit gerät, ist die Kreislaufbeanspruchung beim Trampolinspringen. Wenn Sie auf dem Trampolin trainieren, müssen Herz und Kreislauf regelrechte Höchstleistungen bringen. Bei einem Herzfehler oder einer Herzerkrankung sollten Sie also zunächst unbedingt nachfragen, ob Sie sich auf das Trampolin wagen dürfen, denn auch hier gibt es von Medizinern unterschiedliche Auffassungen. Natürlich macht es Spaß, den eigenen Körper hin und wieder ans Limit zu bringen. Übereilt und ohne Kontrolle sollten Sie aber nicht trainieren, denn sonst schaden Sie Ihrem Körper mehr als das ihm das Training nutzt.

Vor- und Nachteile eines Trampolins

Gern zeigen wir Ihnen hier noch einmal, welche Vorteile, aber auch Nachteile das Trampolin hat:

  • ermöglicht ein ganzheitliches Training
  • fördert Kondition und Ausdauer
  • beansprucht hunderte Muskeln
  • schüttet Glückshormone aus
  • ermöglicht ein nachhaltiges und ebenso buntes Training
  • extreme Beanspruchung für Herz, Kreislauf und Rücken
  • hohes Unfall- und Verletzungsrisiko

Fazit: Fragen Sie im Zweifelsfall einen Arzt

Wenn Sie selbst Trampolin springen möchten, sich aber unsicher sind, ob Sie diesem Sport aufgrund von eventuellen Vorerkrankungen nachgehen können, dann sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen mit Sicherheit Stärken und Schwächen nennen, zeigt Ihnen aber auch, welche Vor- und Nachteile Ihnen das Training bietet. Trampolinspringen eignet sich für eine breite Zielgruppe, zumal es nicht immer rasant und waghalsig zugehen muss. Wichtig ist daher, dass Sie das Training an Ihre Fähigkeiten anpassen. Für ein leichtes Balancetraining müssen Sie nicht hoch springen und auch keine Saltos auf dem Trampolin machen.

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